Ich fühle mich ohnmächtig, im Moment entgleitet mir nicht nur die Zeit,
und doch stehe ich hier und halte an allem fest,
die Kontrolle rinnt gefühlt durch meine Hände, dazu bin ich nicht bereit.
Mein Bruder macht mir Sorgen, sein Weg scheint so schwer,
ich denke an ihn, heute und auch morgen und wünsche mir so sehr,
dass es besser wird, denn so wie es jetzt ist, schmerzt es doch sehr.
Mit meiner Schwester habe ich voller Enttäuschung längst abgeschlossen,
die Türen sind zu, die gemeinsame Zeit – Vergangenheit. Die Worte verflossen,
doch manchmal fühl ich mich davon doch betroffen und auch verdrossen.
Meinem Sohn kann ich scheinbar auch nicht immer eine gute Mutter sein,
er ist so manchesmal ärgerlich und ich zweifle an mir, an manchen Versuch,
und denke nur: sind meine Ratschläge doch nicht so schlau und auch nicht so gut?
Ich fühle mich schuldig, weil es mir doch recht gut geht,
weil mein Leben noch sicher auf festen Füßen steht,
während um mich herum … so viel ins Wanken gerät.
Mein Mann gibt sein Bestes, will alles für uns und andere tragen,
und ich sehe ihn kämpfen mit sich, irritiert, an manchen Tagen,
und fürchte, dass ihm das zuviel wird, wie lang kann er das ertragen?
Dann kommt diese Panik, ich weiß nicht wohin,
ich drehe mich im Kreis, verliere den Sinn,
und frage mich leise: Wo führt das alles noch hin?
Ich fühlte mich „gerade eben“ noch so hilflos, … normalerweise bin ich stark,
ein Licht in mir erlischt anscheinend nie und glimmt immer weiter,
auch wenn ich es kaum zu sagen vermag,
„ich bin glücklich“ – innerlich.
All die Panik, wie gerade eben … sind nur kurze Momente, wie auch an diesem einen Tag.🌞
05-05-2026 MK