Klatschmohn

Klatschmohn

Klatschmohn

Am Straßenrand, im Sonnenlicht,
steht roter Mohn und
lächelt schlicht.

Er öffnet still
sein Seidenkleid,
so zart, als hätt er
alle Zeit.

Er wiegt sich leicht im Sommerwind,
als wär er frei,
ja,
wie ein Kind.
Ein leises Glühen,
hell und warm,
ein sanfter Gruß
mit offenem Arm.

Die Sonne streift ihn sacht und fein,
er scheint aus purem Rot zu sein.
So steht er da,
ein kleines Glück,
ein stiller Traum,
ein Augenblick.

Und wir,
die an ihm vorüberziehn,
dürfen seine Schönheit sehn.
Ein kurzer Halt,
ein stilles Staun’n,
ein Atemzug,
um ihn zu schaun.

Er zeigt uns,
wie das Leben blüht,
wie leise Kraft im Kleinen glüht.
Wie etwas,
das am Wegesrand
uns dennoch tief
im Herzen fand.

MK

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