Vinschgau

Das grüne Wunder im Nationalpark: Unsere Auszeiten im Martelltal

Das Vinschgau, Sicht über Martelltal
Das Vinschgau, Sicht über Martelltal

Bevor Mario mich das erste Mal hierherbrachte, existierten Berge für mich eigentlich nur in Verbindung mit glitzerndem, weißem Schnee. Doch er hat mich mit einer völlig neuen Welt verzaubert. Durch ihn habe ich gelernt, wie wunderschön, lebendig und beruhigend die Berge sein können, wenn sie im Sommer und Herbst in den prachtvollsten Grüntönen leuchten. Seit nunmehr acht Jahren packen wir jeden Sommer unsere Koffer für das Martelltal, und diese Tradition ist für uns beide ein unantastbares Heiligtum geworden.

Aussicht aus unserem Zimmer von Premstl
Aussicht aus unserem Zimmer von Premstl

Ein ganz großer Teil dieses Heimatgefühls liegt an der wunderbaren Gastgeberin Heidi (mit ihrer gesamten Familie) auf dem Hof. Bei ihr am Tisch zu sitzen, bedeutet pure, ehrliche Südtiroler Gastfreundschaft. Bei Heidi wird nicht lange in einer Speisekarte geblättert – es wird gegessen, was auf den Tisch kommt. Und genau das ist das Herrliche daran! Bis heute gab es an keinem einzigen Tag ein Gericht, das nicht absolut fantastisch, frisch und mit Liebe zubereitet war. Es ist diese wunderbare Ungezwungenheit, die uns nach langen Wandertagen zur Ruhe kommen lässt.

Und gewandert sind wir viel! Mario kennt hier oben gefühlt jeden Stein und hat mich schon über die schönsten Pfade geführt. Die spektakuläre Plimaschlucht mit ihren tosenden Wassermassen, der sanfte Talweg und der aussichtsreiche Höhenweg gehören zu unserem Repertoire. Sogar die majestätische Weisswand habe ich an Marios Seite bereits erfolgreich erklommen – ein Moment voller Stolz und unvergesslicher Weitsicht.

Nach all den sportlichen Gipfelsiegen gönnen wir uns dann unsere ganz persönlichen, wohlverdienten Ruhetage: Dann fahren wir hinunter nach Meran, lassen die Seele in der Therme in der Sauna baumeln und genießen einfach das süße Nichtstun.

Oder wir machen Ausflüge, die uns noch Jahre später ein Lächeln ins Gesicht zaubern – so wie unser Besuch in der Eisenbahnwelt in Rabland. Mario hatte bei dem Namen fest mit einem Freiluftmuseum voller alter, ausrangierter Waggons in Originalgröße gerechnet. Ich kam aus dem Lachen gar nicht mehr heraus, als wir die Hallen betraten und er plötzlich mitten in der größten digitalen Miniatureisenbahnanlage Italiens stand!

„Eisenbahnwelt Rabland in Partschins bei Meran, größte Modelleisenbahn-Anlage Italiens mit detailreicher Miniaturwelt in Südtirol“
„Eisenbahnwelt Rabland in Partschins bei Meran“

Es war ein herrlich komischer Moment, der perfekt zeigt, wie viel Spaß wir zusammen haben. Ich genieße diese Urlaube, die Leichtigkeit und vor allem unsere gemeinsame Zeit zu zweit einfach in vollen Zügen.

Zwei Menschen, zwei Kindheitsorte, ein gemeinsames Leben: Unsere Reisen von Arosa ins Martelltal sind wie eine Brücke zwischen gestern und heute. Auch zu Hause in Den Haag genießen wir das Leben in vollen Zügen – wir machen unheimlich viel zusammen, gehen am Strand spazieren, essen gut auswärts, stehen mit dem SUP-Board auf dem Wasser oder mit einem Glas Wein in der Hand am Strand.

Doch so schön unser Alltag am Meer auch ist: Unser gemeinsamer Urlaub in den Bergen ist das absolute Highlight des Jahres. Es ist unsere ganz persönliche, ungestörte Quality Time zu zweit, in der die Uhren langsamer drehen.

Ich kann es kaum erwarten, denn das nächste Kapitel beginnt bald. 😉

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