Manchmal fühl ich mich wie Glas, klar und schön, doch schnell zerbrechlich.
Und jedes Mal, wenn etwas bricht, entsteht ein Muster in mir —
still und mächtig.
Wenn eine Welle der Enttäuschung über mich bricht,
fühlt sie sich an wie schweres Gewicht,
und jedes Mal, wenn sie vergeht, spür ich, wie etwas neues in mir entsteht.
Dann tobt der Wind, und tief in mir, zeigt mir der Wind, wer ich bin.
Meine Gefühle sind laut, sie sind nicht mein Feind —
sie zeigen nur: ich bin lebendig, denn ich bin gemeint.
Sie geben mir Kraft, geben meiner Seele immer mehr widerstandskraft.
Mit jeder Flut der Enttäuschung, die mich erschreckt,
wird eine neue Stärke erweckt.
Ich tauche nicht unter, ich wachse mit, nehm jede Welle Schritt für Schritt.
Ich sammle Eindrücke, Stück für Stück, füge alles neu zusammen.
Und langsam aber stetig wird aus all dem Schmerz ein noch stärkeres Herz.
Ich wachse weiter, Tag für Tag. Ich lerne fühlen, ohne zu zerbrechen,
lerne atmen, statt mich zu rächen.
Ich bin kein Blatt im Wind, ich bin der Fels, der sich formt.
Und jeden Tag ein kleines Stück, find ich mehr,
zu meinem ganz persönlichen Glück.
MK