Die Brille ist verbannt
(nur auf der Arbeit)
Ein neues Gesetz, so hieß es geschniegelt,
hat unsere Smartbrillen kurzerhand besiegelt.
„Zu viel Risiko! Datenschutz! Gefahr!“
Und das nach drei Jahr.
Doch manches daran wirkt irgendwie sonderbar.
Die Smartwatch am Handgelenk tickt munter weiter,
das Handy filmt, fotografiert – ganz heiter.
Nur die Brille, ach weh, die ist nun tabu,
als trüge sie gleich die NSA im Schuh.
„Aus Sicherheitsgründen!“, ruft man im Chor,
doch Logik schaut manchmal verschämt hervor.
Die Uhr darf piepsen, das Handy darf glühn,
nur Brillen müssen ins Exil nun ziehn.
Drum heb ich mein Handy ganz offiziell empor,
denn das ist erlaubt – welch seltsamer Humor.
Die Brille bleibt zu, bis vor die Tür, geschniegelt und fein,
vielleicht fällt der Widerspruch irgendwann mal ein.
Bis dahin gilt’s mit einem Lächeln im Gesicht:
Nicht alles versteht man – verbieten kann man’s trotzdem schlicht.
Ich verstehe es, dass manche denken, man würde Fotos machen, von ungewollten Szenen oder Betriebssachen fotografieren. Verständnis habe ich allemal, was mich stört, sind die Anstifter, die ja so eine “Angst” haben, selber aber alles fotografieren, posten usw. Nur weil die gerade keine Brille haben oder es einem schwer machen wollen. Dem Arbeitgebern sind die Hände gebunden in solchen Situationen. Schade nur, weil mein Arbeitgeber auch so eine Brille hat und wir beide diese jetzt nicht mehr im Büro tragen dürfen 🙂
Nun gut. Es ist, wie es ist. Ich behalte meine Freude daran und werde im privaten Leben nicht darauf verzichten.
Dieses Gadget hilft sehr. Man kann Sachen fragen, was was ist oder was etwas bedeutet usw. Wir bekommen kein Geld für die Reklame, dennoch erzähle ich gerne, wie sehr ich meine Brille mag.
In diesem Sinne wünsche ich noch einen schönen Tag.
LG Mel
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